Müllers auf der RÜ

KÜCHE: deutsch
Rüttenscheider Str. 62, 45130 Essen
TELEFON: 0201 79937701
www.das-muellers.de
ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag bis Samstag: 12:00 – 22:00 Uhr
Sonntag geschlossen

Besucht am  13. September 2018.

Aus Düsseldorf verschlägt es uns auch schon mal in die Nachbarstädte. So zum Beispiel nach Essen. Der bekannte Fernsehkoch Nelson Müller betreibt hier zwei Restaurants, die wir schon länger mal ausprobieren wollten. Angefangen haben wir mit dem „Müllers auf der RÜ“, das in Essen-Rüttenscheid auf der (echt gut zu merken:) Rüttenscheider Straße liegt.

Essen:

Wir probierten für Euch folgende Gerichte aus:

Sylter Hummersuppe (mit Garnele) – € 11,50

MÜLLERS Eintopf (Graupeneintopf mit Bockwurst) – € 8,50

Mein Wiener Schnitzel (Kalb) mit Gurkensalat, dazu belgische Pommes Frites (wahlweise Kartoffelsalat) – € 23,50

Hirsch aus eigener Jagd mit Wirsing und Pfifferlingen – € 26,50

Geschmorte Ochsenbacke mit Frühlingsgemüse und schwäbischen Spätzle – € 24,50

US Black Angus Cheese Burger, 170 g gewolftes Black Angus, geschmorte Tomate, Cheddar, LiVar Coppa und belgische Pommes Frites – € 17,50

Limonentarte mit Rhabarber-Chutney und Joghurteis- € 9,50

 

Die Hummersuppe war gut abgeschmeckt und hatte eine angenehm cremig-schaumige Konsistenz. Die zwei Garnelen waren hervorragend gebraten. Auch der Graupeneintopf war schmackhaft und gehaltvoll, wenngleich immer noch nicht zu sättigend für eine Vorspeise.

Das Wiener Schnitzel war eine sehr ordentliche Portion mit schön wellig-krosser Panade. Auch die hausgemachten Pommes Frites (ebenfalls Beilage zum Burger) überzeugten in ihrer Konsistenz und hatten eine gute Farbe. Der leichte Gurkensalat war frisch und harmonierte mit seiner feinen Süße und Säure.

Der Burger war säuberlich angerichtet und das Fleisch von guter Qualität und fein gewolft. Schade jedoch, dass das Patty – ohne vorherige Nachfrage – einfach voll durchgebraten serviert wurde. Das hatte das gute Fleisch wirklich nicht verdient!

Der Hirsch und die Ochsenbacke überzeugten ebenfalls in der Fleischqualität und ihrer Zartheit. Der Wirsing beim Hirsch war angenehm fein geschnitten und vorsichtig gewürzt, sodass er dem Hirsch nicht die Show stahl. Auch die Pfifferlinge hatten einen feinen Eigengeschmack und waren auf den Punkt gebraten. Die Gemüsebeilagen waren ebenfalls frisch, hier hätte ein leichter Pfiff durch Süße oder Säure freilich nicht geschadet.

Schwachpunkt beim Hirsch und bei der Ochsenbacke war jeweils die Sauce: Es handelte sich um eine 08/15 braune Jus, die bei beiden Gerichten gleich schmeckte und zudem zu salzig war. Hiermit wurden die Köche den übrigen hochwertigen Komponenten nicht gerecht. Hier fehlte eine Verfeinerung durch zum Beispiel frische Kräuter, Wacholderbeeren, Preiselbeeren, Piment, Nelken, Muskatnuss, geröstetes Gemüse, frische Tomatenstücke, Tomatenmark, Wein, Zitronensaft und -schale oder ähnliches. Sollten diese oder vergleichbare Bestandteile irgendwann zum Einsatz gekommen sein, waren sie jedenfalls nicht ausreichend erkennbar.

Die Limettentarte schmeckte (fast schon zu intensiv) nach Zitrusfrüchten und hatte eine angenehm lockere Konsistenz und schöne Oberfläche. Die Topfencreme war angenehm leicht und schaumig und nicht zu süß. Die Rhabarberstücke hatten schöne Farbe, einen guten Eigengeschmack und waren ebenfalls nicht zu süß. Die Stücke hätten nur nach Meinung mancher von uns etwas weicher eingekocht sein können – das ist freilich Geschmackssache.

Service:

Der Service war freundlich und aufmerksam. Er konnte kundig unsere Fragen zu den Gerichten beantworten. Auch unsere Sonderwünsche hinsichtlich Beilagen konnte er problemlos erfüllen. Beim Burger hätte die Bedienung freilich nachfragen sollen, wie er gebraten sein soll (siehe bereits oben).

Ambiente:

Die Atmosphäre im Müllers auf der RÜ ist eine gute Mischung aus warm und lauschig, belebt und stylish. Fast jeder Tisch war belegt. Mit vier Personen waren wir froh, eine Reservierung zu haben. Mit zunehmender Dunkelheit gewann die Brasserie an Baratmosphäre. Das helle Holz haben die Innenausstatter mit einem angenehmen indirekten Licht kombiniert. Die Bestuhlung und Bänke sind bequem und wir konnten uns ungestört unterhalten, ohne einsam zu sein. Die Theke als zentraler Punkt des Lokals teilt den mittags belebten Imbiss vom auch abends stark frequentierten Restaurantbereich. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Draußen könnt Ihr ebenfalls – auch mit Heizstrahlern – sitzen und das bunte Leben auf der Rüttenscheider Straße beobachten.